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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Instituts,
hiermit möchten wir Ihnen die neueste Ausgabe des
ifw
brief, des Newsletters des Instituts für Weltwirtschaft,
präsentieren. In kompakter Form möchte der ifw brief Sie über interessante Forschungsergebnisse
aus dem IfW, unsere Standpunkte zu aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik,
unsere aktuellen Prognosen, Veranstaltungen, Termine und sonstige
Neuigkeiten über das IfW informieren. Der ifw brief führt Sie durch unsere Homepage und gibt
Ihnen dabei in nicht-technischer Form kurze Inhaltsangaben, von denen Sie
mit Hilfe der Hyperlinks leicht auf die entsprechenden Inhalte bzw. zu den
richtigen Ansprechpartnern gelangen können.
Wie schon im ifw brief
Nr. 2/2011 angekündigt, haben wir den Erscheinungsrhythmus angepasst. Mit
diesem Exemplar eröffnen wir das neue Jahr, für das wir Ihnen alles Gute
wünschen möchten. Sie können sich nun jenseits des Feiertagsstresses in Ruhe
informieren, was in den letzten drei Monaten im IfW an Aktivitäten in
Forschung, Politikberatung und Ausbildung gelaufen ist, welche
Veranstaltungen wir abgehalten haben und was wir für 2012 planen.
Falls Sie Fragen zum ifw brief haben, finden
Sie einen Hinweis auf unser Redaktionsteam im Impressum. Wenden Sie sich
jederzeit gerne an uns. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.
Ihr Redaktionsteam
Fünftes Global Economic Symposium in Rio de Janeiro
Nachdem das 4. Global Economic Symposium (GES) vom 4.–6. Oktober 2011 in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel stattfand, ist
2012 wieder ein auswärtiger Standort an der Reihe. Diesmal geht die Reise
über den Atlantik in ein Land, das die mittlerweile gängige Abkürzung „BRIC“
anführt, mit der besonders dynamische und wichtige Schwellenländer
bezeichnet werden: nach Brasilien. Veranstaltungsort wird vom 15.–17.
Oktober Rio de Janeiro
sein. Organisiert wird das GES vom Institut für
Weltwirtschaft (IfW) und der Bertelsmann Stiftung, in Kooperation mit der
Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) –
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Verfolgen Sie die Neuigkeiten
zum GES auf der
GES-Homepage.
Wie man den Arabischen Frühling unterstützen kann – Ergebnisse des GES
2011 wurden Bundesaußenminister Westerwelle präsentiert
Es war keine zwei Wochen her, dass das 4. Global Economic Symposium (GES)
2011 in Kiel zu Ende gegangen war. Aber schon landeten die ersten Ergebnisse
auf den Schreibtischen der Politik. Der Umbruch in den Staaten Nordafrikas –
der Arabische Frühling – ist allerdings auch eine Herausforderung, die
keinen Aufschub duldete. Ist die Transformation doch noch keineswegs
gesichert und findet sozusagen vor Europas Haustür statt. Auf dem 4. GES in
Kiel haben sich am 6. Oktober renommierte Vertreter aus Wissenschaft,
Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Rahmen des GES-Roundtables
„Aiding the Emerging States of Northern Africa“ mit der Frage beschäftigt,
wie man den Staaten des Arabischen Frühlings schnell und effektiv helfen
kann. Der Sitzungsleiter dieses Roundtables, Dirk Ahlers,
Aufsichtsratsvorsitzender der FRoSTA AG, hat anschließend ein
Ergebnisprotokoll erstellt, das um Lösungs- und Implementierungsvorschläge
aus den vergangenen Symposien erweitert wurde. Diesen GES-Brief 2011 stellte
Ahlers am 19. Oktober Bundesaußenminister Guido Westerwelle vor.
Medieninformation
Akademische Forschung: Forschungsergebnisse kurz gefasst
Unter der Überschrift „Akademische Forschung“ verweisen wir auf die
Ergebnisse neuer Forschungsarbeiten aus dem IfW, die neue Wissenshorizonte in
den Wirtschaftswissenschaften erschließen soll, sowohl mit theoretischen als
auch mit empirischen Beiträgen.
► Arbeitsmarkteffekte
der Immigration: Eine empirische Analyse der Flüchtlingsströme im
Nachkriegsdeutschland
Die Analyse von Sebastian Braun und Toman Omar Mahmoud untersucht die
Arbeitsmarkteffekte, die sich in Westdeutschland aufgrund der Flüchtlingsströme
aus den ehemaligen Ostgebieten nach dem zweiten Weltkrieg einstellten. Die
Flüchtlinge kamen aus allen gesellschaftlichen Gruppen und waren aus Sicht der
Arbeitsmärkte enge Substitute zur westdeutschen Bevölkerung. Auf den
verschiedenen regionalen Arbeitsmärkten traten sie in sehr unterschiedlichem Maß
als Arbeitssuchende auf. Die Studie findet einen statistisch signifikanten
negativen Effekt des Flüchtlingszustroms auf die Beschäftigung westdeutscher
Arbeitnehmer. Dieses Ergebnis beschränkt sich aber auf Arbeitsmärkte mit
besonders intensivem Zustrom von Flüchtlingen. Diese nicht-lineare Beziehung
zwischen zusätzlichem Arbeitsangebot und Beschäftigung der angestammten
Bevölkerung harmoniert gut mit der Diagnose, dass das Nachkriegsdeutschland
aufgrund der Kriegszerstörungen unter Sachkapitalmangel litt. Angesichts
beschränkter Substitutionsmöglichkeiten zwischen Kapital und Arbeit war die
Absorptionsfähigkeit stark betroffener Arbeitsmärkte durch Engpässe im
Kapitalstock limitiert.
Kieler Arbeitspapiere 1725
► Marktwirtschaft,
Qualität der Staatsführung und Staatsausgaben – eine Querschnittsanalyse
Die Studie von Rainer Schweickert (IfW) und seinen beiden Co-Autoren Joachim
Ahrens und Juliane Zenker (Göttingen) baut auf der Beobachtung auf, dass die
bisherige Literatur zur Größe des Staatssektors in einer Marktwirtschaft den
Einfluss der Qualität der Staatsführung sowohl als treibender als auch
limitierender Faktor der Staatsausgaben vernachlässigt. Eine internationale
Querschnittsanalyse über 126 entwickelte Volkswirtschaften, Schwellenländer und
Entwicklungsländer für die Jahre 2003 bis 2007 zeigt, dass eine höhere Qualität
der Staatsführung Spielraum für höhere Staatsausgaben eröffnet, weil sie die
Besteuerungsbasis erhöht. Auf der Nachfrageseite nach Staatsausgaben zeigt sich
allerdings, dass offene Volkswirtschaften nur dann umso höhere Staatsausgaben
aufweisen, wenn das Regierungshandeln schlechter zu bewerten ist; hier
kompensieren die Ausgaben offenbar wenig effektive institutionelle Strukturen.
Insgesamt zeigt sich, dass Präferenzen für eine koordinierte Marktwirtschaft vom
kontinentaleuropäischen Typus dann zu höheren Staatsausgaben führen, wenn dies
von einer hohen Qualität der Staatsführung begleitet ist. Präferenzen für ein
derartiges Modell der Marktwirtschaft treffen auch auf die meisten Entwicklungs-
und Schwellenländer zu, allerdings mit Ausnahme derjenigen in Lateinamerika.
Hier herrschen geringere Ausgabeniveaus vor als in Marktwirtschaften des
angelsächsischen Typs.
Kieler Arbeitspapiere 1726
► Kalkulierbares Risiko
versus unsichere Vieldeutigkeit: Unterschiedliche Perspektiven beim
Preissetzungsverhalten unter Unsicherheit
Es existiert eine umfangreiche empirische Literatur, die zeigt, dass der
minimale Verkaufspreis (WTA) für ein Gut oft um ein Vielfaches höher ist als der
maximale Kaufpreis (WTP), obwohl beide gemäß traditioneller ökonomischer Theorie
ungefähr gleich hoch sein sollten. Ein zweiter Literaturstrang hat gezeigt, dass
Personen typischerweise „ambiguitätsavers“ sind, d.h. sie präferieren Lotterien
mit bekannten Wahrscheinlichkeiten gegenüber Lotterien mit unbekannten
Wahrscheinlichkeiten. Das Experiment der Autoren Stefan Trautmann (Uni Tilburg)
und Ulrich Schmidt verbindet die Ergebnisse beider
Literaturstränge und untersucht, ob Ambiguitätsaversion einen Einfluss auf die
Disparität zwischen WTP und WTA hat.
Kieler Arbeitspapiere 1727
►
Unternehmenscharakteristika und informelle Organisation unternehmerischer
Geschäftstätigkeit im Perlflussdelta, China
Mit den Wirtschaftsreformen der letzten Jahrzehnte hat sich das
institutionelle System Chinas allmählich von einem weitgehend informellen und
beziehungsbasierten System hin zu einem stärker formalen und regelbasierten
System entwickelt. In solch einer Übergangsphase haben allerdings nicht alle
Unternehmen gleich starke Anreize, informelle Formen der Organisation ihrer
Geschäftsprozesse durch formale zu ersetzen. Es ist vielmehr zu erwarten, dass
die Anreize für eine solche Transformation stärker sind für ältere (etablierte),
größere und schnell wachsende Unternehmen sowie für Unternehmen mit
umfangreichen internationalen Geschäftsbeziehungen. Die Ergebnisse einer Umfrage
unter Unternehmen im Perlflussdelta in China bestätigen diese Erwartungen im
Allgemeinen. Allerdings ist der erwartete Zusammenhang oft nur schwach ausgeprägt.
Kieler Arbeitspapiere 1728
► Unterschätzte
Volatilität und spekulative Blasen auf Finanzmärkten
Spekulative Blasen sind ein bekanntes Phänomen auf Finanzmärkten. Einige
theoretische Arbeiten haben gezeigt, dass solche Blasen durch "Overconfidence"
(d.h. das Unterschätzen der Volatilität von Wertpapierkursen) erklärt werden
können. Die Autoren der Studie Juliya Michailova und Ulrich Schmidt testen dieses Ergebnis auf einem experimentellen Aktienmarkt. Es
zeigt sich, dass ein höherer Grad der Overconfidence in der Tat zu deutlich
stärker ausgeprägten Blasen führt.
Kieler Arbeitspapiere 1729
► Standortwahl,
Transportkosten und Profitabilität von Biogasanlagen in Deutschland
Es wird befürchtet, dass durch eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien
die
Energiepreise steigen. Daher ist es wichtig, deren Produktionskosten zu senken.
Ruth Delzeit und Ulla Kellner untersuchen Möglichkeiten, durch die Aufbereitung
von Gärresten aus dem Fermentationsprozess Produktionskosten zu senken und
somit die Wettbewerbsfähigkeit von Biogasanlagen zu erhöhen. Ihre Ergebnisse
zeigen, dass vor allem in Regionen mit wenig Ackerfläche und hohen Viehdichten
die Aufbereitung von Gärresten zu einer Erhöhung der Anlagenprofitabilität
führt.
Kieler Arbeitspapiere 1730
► Ein Modellrahmen für
dynamische Aspekte zukunftsgerichteter Prozesse in räumlichen
Gleichgewichtsmodellen
Politische Entscheidungsträger sind nicht nur an Informationen über die
unmittelbaren langfristigen Wirkungen ihrer Politik interessiert, sondern auch
an möglichst umfassenden Erkenntnissen über die künftigen und interdependenten
Entwicklungspfade der relevanten Variablen, die von getroffenen Maßnahmen
berührt werden. Das gilt im Kontext raumwirtschaftlich wirksamer Politik
besonders für die Verkehrsinfrastrukturpolitik. Um derartige Erkenntnisse zu
gewinnen, bedarf es eines konsistenten theoretischen Rahmens, der auch
intertemporal wirksame Wahlhandlungen von Unternehmen und Haushalten einbezieht.
Das Papier von Johannes Bröcker (Uni Kiel) und Artem Korzhenevych (IfW)
entwickelt einen derartigen Rahmen für miteinander Handel treibende Regionen und
die dabei anfallenden Transportkosten.
Kieler Arbeitspapiere 1731
► Klimaschutzabkommen –
was hilft gegen strategische Unsicherheit?
Wenn ein Staat einem Klimaschutzabkommen beitritt, welches die Einführung
einer neuen Technik mit Skaleneffekten vorsieht, unterliegt der Wohlfahrtsgewinn
strategischer Unsicherheit, da das Verhalten anderer Staaten nicht vorhersagbar
ist. Unter diesen Umständen können langfristige Maßnahmen wie etwa das in
Kopenhagen gesetzte Erwärmungsziel von 2°C helfen, die Erwartungen der Staaten
aufeinander abzustimmen und zu stabilisieren, selbst wenn sie keine konkreten
Verpflichtungen zu Emissionsminderungen beinhalten.
Kieler Arbeitspapiere 1732
► Lohnquotendynamik bei
Produktivitäts- und Inflationsschocks
In den Vereinigten Staaten ist die Lohnquote negativ mit der Produktivitäts-
und Inflationsentwicklung korreliert. Nach einem Produktivitäts- oder
Inflationsanstieg fällt sie und verharrt einige Zeit auf diesem Niveau.
Christopher Reicher zeigt in seinem Papier, dass dies eine natürliche Folge von
temporärer Nominallohnstarrheit ist. Tarifverträge werden üblicherweise nur
einmal im Jahr aufgrund mikroökonomischer Informationen angepasst. Ein „Search
and Matching“-Modell mit im Jahresablauf starren Nominallöhnen kann das
empirisch beobachtete Verhalten der Lohnquote gut nachbilden.
Kieler Arbeitspapiere 1733
► Steuerwettbewerb um
Direktinvestitionen
In diesem Papier argumentieren Peter Egger (ETH Zürich) und Horst Raff (Uni
Kiel und IfW), dass sich der in vielen Ländern zu beobachtende Rückgang der
Unternehmenssteuersätze seit den 80er-Jahren u.a. auf verstärkten
Steuerwettbewerb um ausländische Direktinvestitionen zurückführen lässt. Eine
Triebfeder des Steuerwettbewerbs ist dabei die fortschreitende regionale
Integration, die es Unternehmen leichter macht, ihren Produktionsstandort zu
wechseln.
Kieler Arbeitspapiere 1734
► Sind Exporteure
innovativer? Empirische Ergebnisse aus einer Analyse spanischer Unternehmen
Exportierende Unternehmen sind in der Regel ihren nichtexportierenden
Konkurrenten in Produktions- und Marketingbelangen überlegen, wie Unterschiede
zwischen beiden Gruppen bei Prozessinnovationen bezeugen. Aoife Hanley and
Joaquín Monreal-Pérez zeigen anhand eines Datensatzes über spanische
Unternehmen, warum das der Fall ist. Der Übergang zu einem exportorientierten
Verhalten zwingt die Unternehmen, kreativere und Kosten reduzierende
Herstellungs- und Logistikverfahren einzuführen. Ein Beispiel dafür ist die
Einführung von Internet basierter Sendungsverfolgung.
Kieler Arbeitspapiere 1735
► Einkommensungleichheit
und Gesundheit: Neue Erkenntnis aus Paneldaten
Dierk Herzer und Peter Nunnenkamp bemängeln in ihrem Papier, dass frühere
internationale Querschnittsanalysen über den Zusammenhang zwischen
Einkommensungleichheit und Gesundheit, die mittels Paneldatensätzen durchgeführt
wurden, deutlich verzerrte Ergebnisse enthalten. Das beruht auf nicht
berücksichtigten Sonderfaktoren der untersuchten Länder, Endogenität der
untersuchten Variablen und länderspezifischen Unterschieden in den Wirkungen der
Ungleichheit auf die Gesundheit. Wenn man wie Herzer und Nunnenkamp stattdessen
bei der Panelanalyse Kointegrationstechniken einsetzt, die diese Gegebenheiten
berücksichtigen, dann lässt sich ein schwacher aber signifikanter positiver
Einfluss der Ungleichheit auf das Gesundheitsniveau identifizieren. Es zeigt
sich weiterhin, dass Ungleichheit in dem Sinne endogen ist, dass schlechte
Gesundheit zu mehr Ungleichheit führt. Ferner finden die Autoren erhebliche
Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern hinsichtlich der Wirkungen der
Ungleichheit auf die Gesundheit.
Kieler Arbeitspapiere 1736
► Ein neues
multifraktales Modell zur Prognose der Volatilität von Finanzaktiva
Das Papier von Thomas Lux, Leonardo Morales-Arias und Cristina Sattarhoff
präsentiert einen neuen Ansatz für die Beschreibung und Prognose der Volatilität
von Finanzrenditen. Das von den Autoren vorgeschlagene RV-MSM-Modell beruht auf
einer hierarchischen Konstruktion verbundener Volatilitätskomponenten und
verwendet als Maß für den Schwankungsgrad die aus hochfrequenten
Preisnotierungen berechnete sog. Realisierte Volatilität (RV).
Prognoseexperimente zeigen, dass das neue Modell in den meisten Fällen
ähnlich erfolgreiche Vorhersagen ermöglicht wie das bisher dominierende
RV-ARFIMA-Modell und in einer nennenswerten Anzahl von Fällen dieses sogar
übertrifft.
Kieler Arbeitspapiere 1737
► Die Entwicklung von
Korrelation und Volatilität an den globalen Finanzmärkten
Mit der fortschreitenden Globalisierung sind unsere Finanzmärkte anfälliger
für Krisen geworden. Kursschwankungen übertragen sich leicht von einem Markt in
einen anderen. Die Studie untersucht die Interdependenzen zwischen sechs
Aktienmärkten: USA, England, Deutschland, Japan, Indien und China. Während die
Korrelation zwischen den drei westlichen Märkten stark und dauerhaft ist,
beobachten die Autoren Dror Y. Kenett, Eshel Ben-Jacob (Tel Aviv University),
Matthias Raddant und Thomas Lux (IfW), dass die Interdependenzen mit den östlichen Märkten stärkeren
Schwankungen unterliegen. Die Studie zeigt die Entwicklung der gegenseitigen
Abhängigkeiten zwischen diesen Märkten für die Jahre 2000–2010.
Kieler Arbeitspapiere 1739
► Der kleine Kern des
Netzwerks deutscher Unternehmensvorstände und Aufsichträte: Ergebnisse für 2010
In Fortführung einer früheren Arbeit über die personelle Verflechtung
deutscher Unternehmensvorstände und Aufsichtsräte untersuchen Mishael Milakovic,
Simone Alfarano und Thomas Lux hier die Netzwerkstruktur für das Jahr 2010. Wie
für die zuvor betrachteten Daten des Jahres 2008 weisen diejenigen des Jahres
2010 einen stark vernetzten Kern an Managern und Aufsichtsratsmitgliedern in
hochkapitalisierten Unternehmen (meist DAX30-Unternehmen) auf. Trotz recht
grosser personeller Fluktuationen scheint dieser Kern im Zentrum des Netzwerks
ein stabiles Strukturmerkmal der deutschen Unternehmensstruktur zu sein. Die
über die Zeit weitgehend konstante Dichte der Vernetzung in diesem "Kern" steht
im Gegensatz zu der über die vergangenen Jahrzehnte beobachteten Tendenz einer
generellen Abnahme von Mehrfachmitgliedschaften in Vorständen und Aufsichträten.
Kieler Arbeitspapiere 1740
► Mögliche Fehlerquellen
in Paneldatenstudien über Einkommensungleichheit und Armut durch Migration
Wenn nicht nur einzelne Personen sondern auch ganze Haushalte aus ärmeren
Regionen oder Ländern emigrieren, kann dies die Ergebnisse von Paneldatenstudien
über die Einkommensverteilung verändern, sofern darin auf das Haushaltseinkommen
abgestellt wird. Aslihan Arslan and J. Edward Taylor modellieren derartige
Emigrationsprozesse und testen ihre Auswirkungen auf Einkommensverteilung und
Armut anhand eines detaillierten Haushaltspaneldatensatzes aus dem ländlichen
Mexiko. Emigrierende und zurückbleibende Haushalte unterscheiden sich in ihren
Charakteristika erheblich. Dennoch kommen die Autoren zu dem Schluss, dass
Armutsanalysen auf Basis der nicht emigrierenden Haushalte nicht
notwendigerweise verzerrt sind.Kieler
Arbeitspapiere 1742
► Ein Stresstest für
Finanzmarktstress in Deutschland und der Eurozone
Die Finanzkrise 2008/2009 und die europäische Staatsschuldenkrise haben
gezeigt, dass Stress auf den Finanzmärkten ein wichtiger Einflussfaktor ist, den
man bei der Analyse und Vorhersage wirtschaftlicher Aktivität nicht
vernachlässigen darf. Da Finanzmarktstress nicht direkt beobachtbar ist, aber
vermutlich in vielen Variablen von Finanzmarktanalysen seine Spuren hinterlässt,
ist es sinnvoll, einen Indikator zu entwickeln, der die Stresskomponente in
diesen Variablen identifiziert. Daher hat Björn van Roye einen derartigen
Finanzmarktstressindikator (FMSI) für Deutschland und die Eurozone entwickelt
und seine Wirkung auf die wirtschaftliche Aktivität empirisch getestet. Der
Indikator verbessert die Prognosegüte für das reale Bruttoinlandsprodukt
signifikant. Er kann zugleich als ein Frühwarnsystem für systemische Risiken
dienen.
Kieler Arbeitspapiere 1743
►
Produktivitätswachstum: Auswirkungen auf die Geldpolitik
Mewael F. Tesfaselassie analysiert, wie langfristiges Produktivitätswachstum
die Wirksamkeit verschiedener geldpolitischer Regeln beeinflusst. Er kann
zeigen, dass ein Anstieg im Produktivitätswachstum die Inflation weniger auf
Inflationserwartungen reagieren lässt, dafür aber stärker auf die gegenwärtige
Konjunkturphase (gemessen anhand der Outputlücke). Das zusätzliche
Produktivitätswachstum hat unterschiedliche Auswirkungen je nachdem welche
geldpolitische Regel die Zentralbank verfolgt. Wenn die Geldpolitik auf die
aktuelle Inflation und Outputlücke reagiert, ist die Wirtschaft besser vor
selbsterfüllenden Schwankungen geschützt. Dagegen ist die Gefahr zu derartigen
Schwankungen höher, wenn die Geldpolitik eher auf Inflation und Outputlücke des
Vorquartals reagiert. Vergleichbare Ergebnisse zeigen sich in einer Situation,
in der Unternehmen und Haushalte im Zeitablauf auf Strukturveränderungen in der
Wirtschaft reagieren müssen und die Geldpolitik die Qualität ihrer Vorhersagen
beeinflusst.
Kieler Arbeitspapiere 1744
zur
Übersicht
Wirtschaftspolitische Beratung durch
Forschungsergebnisse aus dem IfW
In dieser Rubrik möchten wir Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, wie sich
das IfW forschungsgestützt in der wirtschaftspolitischen Beratung engagiert.
Beiträge kommen aus den Forschungsbereichen, dem Prognosezentrum und aus dem
Wirtschaftspolitischen Zentrum.
► IfW-Schuldenbarometer:
Griechenland wird es kaum schaffen, seine Staatsschulden in den Griff zu
bekommen
Die IfW-Ökonomen David Bencek und Henning Klodt haben ein Schuldenbarometer
für die Euro- und EU-Länder entwickelt, das auf dem Konzept des benötigten
Primärüberschusses basiert. Das IfW-Schuldenbarometer zeigt an, in welchen
EU-Ländern die Staatsverschuldung langfristig tragfähig ist und in welchen
nicht. Für letztere wird auch ausgewiesen, wie hoch ein Schuldenschnitt
ausfallen müsste, um die Tragfähigkeit wiederzuerlangen.
Medieninformation
IfW-Schuldenbarometer
► Domino in Südeuropa?
Griechenland, Portugal und Spanien im realwirtschaftlichen Krisentest
Griechenland ist von einer Rettung nach wie vor weit entfernt – im
Gegenteil, es wird immer deutlicher, dass das Land in Richtung auf eine
Staatspleite zusteuern könnte. Könnte sich 2012 die Krise in Portugal und
Spanien ähnlich zuspitzen? In ihrem aktuellen Kieler Diskussionsbeitrag
betrachten die IfW-Ökonomen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser die
realwirtschaftlichen Ursachen der Krise in den drei Ländern. Ihr Vergleich
zeigt, dass aus realwirtschaftlicher Sicht wenig für eine solche Dominotheorie
spricht. Denn die Krisenmuster und –historien sind zu unterschiedlich, wie auch
das Problemlösungspotenzial der Länder. Der Krisentest macht aber deutlich, dass
alle drei Länder nur über schmerzhafte Strukturreformen einen Weg aus ihrer
Krise finden können.
Medieninformation
► Die Zeiten der
importierten Stabilität aus China sind vorbei
China steht in vielen Industrienationen für das Land des beinahe unendlichen
und vor allem günstigen Arbeitsangebots. Diese extrem billige Produktion im
größten Land Ostasiens hat die Preise für Konsumgüter in den Industrienationen
in den vergangenen Jahren immer weiter sinken lassen. Diese Zeiten scheinen
allerdings vorbei zu sein, wie die IfW-Wissenschaftler Klaus-Jürgen Gern, Björn
van Roye und Joachim Scheide in ihrem aktuellen Kiel Policy Brief aufzeigen.
Medieninformation
► Umschuldung nur für
den Sonderfall Griechenland
Die beschlossene Umschuldung Griechenlands wird von vielen Beobachtern als
ein längst fälliger Befreiungsschlag gefeiert. Dennoch wird von Kritikern einer
Umschuldung immer wieder der Domino-Effekt gegen eine Umschuldung ins Feld
geführt. Ein griechischer „default“ würde, so die Behauptung, sofort den Blick
auf andere Kandidaten wie Portugal, Irland oder sogar die großen Mitglieder
Spanien und Italien lenken und die Mittel des Rettungsschirms weit übersteigen.
Die These vom Domino-Effekt verkennt jedoch, dass Griechenland strukturell ein
Sonderfall ist, der sich deutlich vom häufig als nächsten Dominostein genannten
Portugal abhebt, schreibt Rolf Langhammer in seinem neuen Beitrag im IfW-Fokus.
IfW-Fokus 107
► Nord-Ostsee-Kanal:
Deutliche Mehreinnahmen möglich
Der Nord-Ostsee-Kanal ist die am meisten befahrene künstliche Wasserstraße
der Welt und trotzdem nicht profitabel. Die Kosten für den Kanalbetrieb
übersteigen dauerhaft die Einnahmen aus den Transitgebühren. Die IfW-Wissenschaftler Nadine Heitmann, Katrin Rehdanz und Ulrich Schmidt haben in
einer aktuellen Fallstudie aufgezeigt, welches Einnahmepotenzial in einer
optimierten Kalkulation der Transitgebühren liegt; insbesondere für den Fall,
dass die Gebühren spezifisch an die passierenden Schiffe angepasst werden.
Medieninformation /
Kieler Arbeitspapiere 1741
► Griechenland würde
Maastricht-Kriterium erfüllen – wenn es eine Fiskalregel und eine unabhängige
Schuldenkommission hätte
Griechenland stünde heute gut da. Das Land hätte spätestens 2007 eine
Staatsschuldenquote von unter 60 Prozent erreicht, wenn es sich bei seinem
Beitritt zur Eurozone im Jahr 2001 verlässlich zur Einführung einer Fiskalregel
und einer unabhängigen Schuldenkommission verpflichtet hätte. Selbst in der
nachfolgenden Rezession hätte die Quote 2010 nur geringfügig über dem magischen
Schwellenwert des Maastrichtkriteriums gelegen. Zu diesem Ergebnis kommen
IfW-Präsident Prof. Dennis J. Snower und seine zwei Koautoren Johannes
Burmeister und Moritz Seidel in ihrer neuen Studie im Wirtschaftsdienst
"Regelgebundene Fiskalpolitik und Schuldenkommissionen: Ein Reformvorschlag zum
Umgang mit der Euro-Schuldenkrise".
Medieninformation
► Biokraftstoffe und
Änderungen in der Landnutzung
Die Biokraftstoffpolitik der Europäischen Union ist zunehmender Kritik
ausgesetzt, weil befürchtet wird, dass Biokraftstoffe gegenüber fossilen
Kraftstoffen keine Einsparung von Treibhausgasen erbringen. Insbesondere die
bisher fehlende Berücksichtigung von indirekten Landnutzungsänderungen in der
Nachhaltigkeitsregulierung für Biokraftstoffe wird dafür verantwortlich gemacht.
In ihrem neuen Kiel Policy Brief zeigen Ruth Delzeit und Mareike Lange, dass
eine exakte Messung indirekter Landnutzungsänderungen der
Biokraftstoffproduktion nicht möglich ist. Schätzungen zeigen aber, dass einige
Biokraftstoffe trotzdem zum Klimaschutz beitragen können.
Medieninformation
► Wolken am
Konjunkturhimmel: Nachwehen der großen Finanzkrise
Man kann geneigt sein, konjunkturelle Sorgen um einen „double dip“
ausschließlich den jüngsten Diskussionen um Staatsschulden und Staatsbonitäten
und den darauf folgenden Turbulenzen an den Aktienmärkten zuzuschreiben. Diese
Sicht ist aber nicht richtig, argumentiert IfW-Vizepräsident Rolf J. Langhammer
in seinem IfW-Fokus. Zum einen war eine deutliche Abschwächung der
Konjunktur in 2012 längst erwartet worden. Ebenso war von dünner Luft an den
Aktienmärkten die Rede. Was aber wichtiger ist: Die jetzigen Sorgen sind
Nachwehen ungelöster Probleme, die aus der großen Krise von 2008/2009
resultieren. Diese wurden übertüncht. Nun brechen sie auf. Sie lassen sich unter
dem Stichwort „realwirtschaftliche Anpassung an neue relevante Preise“
beschreiben.
IfW-Fokus 108
► Snower: Unabhängige
Schuldenkommissionen für Italien und Griechenland
Nach dem Regierungswechsel in Italien und Griechenland fordert IfW-Präsident
Dennis Snower die
Einsetzung unabhängiger Schuldenkommissionen in beiden Ländern. Auf diese Weise
seien die Finanzprobleme Italiens und Griechenlands "leicht lösbar", so der
Ökonom. "Genau wie eine unabhängige Zentralbank dafür sorgt, dass Inflationen
verhindert werden, müssen Schuldenkommissionen verhindern, dass die
Neuverschuldung explosionsartig zunimmt."
Medieninformation
► Eurorettung: Eine
Vollkaskoversicherung für Staatsanleihen
IfW-Haushaltsexperte Jens Boysen-Hogrefe schlägt in seinem neuen Beitrag in
der Reihe IfW-Fokus eine im Vergleich zu Eurobonds und Anleihekäufen der EZB
überlegene Alternative vor: Eine verbindliche Versicherung für Staatsanleihen im
Euroraum, die im Ernstfall auf die Liquidität der EZB zurückgreifen kann. Bei
einer solchen Versicherung würden die Schuldensünder mittelfristig ihre
Bail-Outs selbst finanzieren. Die so kritische Verzahnung zwischen Staats- und
Bankenpleiten würde aufgebrochen werden.
IfW
Fokus 109
► Umweltgipfel in
Durban: Ohne einen Preis für CO2-Emissionen kein effizienter Kompromiss möglich
Im südafrikanischen Durban verhandeln gegenwärtig die Vertragsstaaten der
Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls über die Zukunft des
internationalen Klimaschutzes. Ende 2012 läuft die erste Verpflichtungsperiode
des Kyoto-Protokolls aus. Bisher ist aber kein Kompromiss abzusehen, der den
Konflikt zwischen der moralischen Verpflichtung, hohe Pro-Kopf-Emissionen
drastisch zu verringern, und dem Ziel, ineffiziente Nutzungsformen fossiler
Energieträger zu beenden, lösen kann. In ihrem neuen Beitrag in der Reihe Kiel
Policy Brief zeigen Gernot Klepper, Mojib Latif, Nele Matz-Lück, Sonja Peterson
und Wilfried Rickels, dass sich dieser Konflikt dauerhaft nur durch einen Preis
für CO2-Emissionen lösen lässt.
Medieninformation
/
Kiel Policy Brief 39
► Nationale
Tilgungsfonds: IfW-Präsident Snower begrüßt Schäubles Vorschlag
IfW-Präsident Prof. Dennis Snower begrüßt den Vorschlag von
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die Schuldenkrise der Euro-Zone mittels
nationaler Tilgungsfonds zu bekämpfen. "Durch glaubwürdig gestaltete nationale
Tilgungsfonds wäre sichergestellt, dass die Schuldenquote in allen
Euro-Mitgliedstaaten wieder bei den vom Stabilitäts- und Wachstumspakt
geforderten 60 Prozent liegt."
Medieninformation
► Von "Bazookas" und
anderen Wunderwaffen zur Eurorettung
In seinem neuen Beitrag in der Reihe IfW-Fokus warnt IfW-Prognosechef
Joachim Scheide eindringlich vor den Inflationsgefahren, die eine Einführung von
Eurobonds und Staatsanleihenkäufe durch die EZB heraufbeschwören würden. "Wenn
das Vertrauen an den Märkten und bei den Bürgern verloren geht, weil sich die
EZB in den Dienst der Finanzpolitik stellt, ist nicht nur die Preisstabilität in
Gefahr, sondern auch der Euro", so Scheide.
IfW Fokus 110
► Alfred Boss: Heimliche
Steuererhöhungen vermeiden
Seit Jahrzehnten ist das deutsche Einkommensteuerrecht so gestaltet, dass
bei einem Anstieg des Einkommens die darauf zu entrichtende
Einkommensteuerschuld weit überproportional zunimmt. Wird der Steuertarif nicht
regelmäßig angepasst, führt dies zu progressionsbedingten Mehreinnahmen des
Staates. Um solche "heimlichen“ Steuererhöhungen zu verhindern, schlägt
IfW-Steuerexperte Alfred Boss in einer neuen Studie vor, das gesamte
Einkommensteuerrecht entsprechend der Nominaleinkommensentwicklung zu
indexieren.
Medieninformation
/
Kiel Policy Brief 41
► Steuervergünstigungen
in Deutschland 2005–2012
Die Finanzpolitik hat beim Subventionsabbau, soweit es um die
Steuervergünstigungen geht, Erfolge aufzuweisen. Von großer Bedeutung ist dabei
die Abschaffung der Eigenheimzulage. Mit der Anhebung des Regelsatzes der
Mehrwertsteuer im Jahr 2007 entstanden aber zugleich zusätzliche
Vergünstigungen. Auch wurde der Steuersatz für Leistungen des
Beherbergungsgewerbes Anfang 2010 gesenkt. Insgesamt ist das Ausmaß der
Begünstigungen leicht rückläufig. Dies bedeutet aber nicht, dass weitere
Kürzungen nicht angebracht sind. Im Gegenteil: Durch die Einführung eines
einheitlichen Umsatzsteuersatzes könnten das Steuerrecht vereinfacht,
Verzerrungen der Wirtschaftsstruktur verringert und Wohlfahrtsgewinne realisiert
werden, betont Alfred Boss in seinem neuen Kieler Arbeitspapier.
Kieler Arbeitspapiere 1738
► Migration:
Entwicklungsmotor statt Entwicklungsbremse
"Eine menschenzentrierte Entwicklungssicht erfordert eine
Einwanderungspolitik, die entwicklungspolitische Aspekte berücksichtigt. Dazu
gehört die Schaffung von legalen Einwanderungsmöglichkeiten speziell für arme
und niedrigqualifizierte Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern. Eine Möglichkeit
wären Gastarbeiterabkommen mit zeitlich begrenztem Aufenthaltsrecht", schreiben
Markus Böhme, Toman Omar Mahmoud und Rainer Thiele in ihrem neuen Beitrag in der
Reihe IfW-Fokus.
IfW-Fokus 111
zur
Übersicht
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Weltwirtschaft
veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse sowohl extern – dabei mehr und mehr
in international renommierten, referierten Fachzeitschriften – als auch in
institutseigenen Publikationsreihen.
Eine Auflistung externer Publikationen der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Instituts in international renommierten wissenschaftlichen
Fachzeitschriften finden Sie im
Bereich Forschung auf unserer Homepage.
Informationen zur elektronischen
Zeitschrift
Economics
finden Sie auf deren Homepage.
Über die institutseigenen Publikationsreihen gibt die
Homepage des Zentrums Publikationen
Auskunft.
zur
Übersicht
Weltkonjunktur mit geringer Dynamik
Die Erholung der Weltkonjunktur ist im Jahr 2011 ins Stocken geraten. Zur
Jahreswende steht die Weltwirtschaft unter dem Eindruck der
Staatschuldenkrise im Euroraum, von Unsicherheiten über den Zustand des
Finanzsektors, von Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der finanzpolitischen
Diskussion in den Vereinigten Staaten und einer überraschend schwachen
Dynamik in den Schwellenländern. Für die Prognose ist angenommen, dass es
noch einige Monate dauert, bis sich die Belastungen merklich verringern;
eine Verschärfung der Vertrauenskrise ist jedoch nicht unterstellt. Unter
diesen Voraussetzungen erwarten wir, dass die Produktion in den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Winterhalbjahr 2011/12 sehr schwach
expandieren und danach nur langsam an Fahrt gewinnen wird. Die Wirtschaft in
den Schwellenländern wird durch die schwache Ausweitung der Nachfrage in den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Prognosezeitraum zunächst weiter
gebremst; sie wird aber dank wirtschaftspolitischer Anregungen im Verlauf
des kommenden Jahres wieder auf einen Pfad rascherer Expansion einschwenken.
Die Zunahme der Weltproduktion insgesamt dürfte sich im Jahr 2012 auf eine
Rate von nur noch 3,4 Prozent verringern, nach voraussichtlich 3,8 Prozent
im zu Ende gegangenen Jahr. Für 2013 erwarten wir eine wieder etwas stärkere
Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts (4,0 Prozent).
Medieninformation
Deutsche Wirtschaft: Risiko einer Rezession bleibt hoch
Die Konjunktur in Deutschland gerät in eine Schwächephase. Die hohe
Unsicherheit, die aus der Staatsschuldenkrise im Euroraum resultiert, wird
sich zunehmend auf die Nachfrage der Haushalte und Unternehmen auswirken.
Zudem dürften negative Impulse vom Außenhandel kommen, da die Produktion in
wichtigen Handelspartnerländern im Euroraum zum Teil spürbar sinken dürfte.
Jedoch wird die deutsche Wirtschaft nicht in eine Rezession geraten. Bereits
im Sommerhalbjahr des kommenden Jahres dürfte die Konjunktur wieder an Fahrt
gewinnen. Dies hängt aber wesentlich davon ab, ob sich, wie von uns in
dieser Prognose angenommen, die Lage an den Finanzmärkten beruhigt und sich
eine Lösung der Schuldenkrise im Euroraum abzeichnet. Insgesamt dürfte das
Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2012 und 2013 um 0,5 bzw. 1,7
Prozent expandieren. Die konjunkturelle Schwäche dürfte keine größeren
Bremsspuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Vielmehr wird die Arbeitslosigkeit
im Durchschnitt beider Jahre voraussichtlich weiter sinken.
Medieninformation
Logistik-Indikator im vierten Quartal 2011: Starkes Schlussquartal, aber
drastischer Einbruch der Geschäftsaussichten
Das Geschäftsklima in der deutschen Logistikwirtschaft hat sich am
Jahresende deutlich eingetrübt. Dies signalisieren die Ergebnisse der
jüngsten Erhebung für den Logistik-Indikator. Maßgeblich für den Rückgang
des Klimawertes um 20 auf 126 Punkte ist ein kräftiger Einbruch der
Geschäftserwartungen, die um 32 Zähler nachgaben und nunmehr nur noch 8,2
Punkte von der neutralen 100er-Marke entfernt sind. Demgegenüber wird die
Geschäftslage im vierten Quartal trotz eines leichten Rückgangs um 7 auf
145,3 Punkte weiterhin sehr positiv beurteilt.
Medieninformation
EUROFRAME – Economic Assessment of the
Euro Area
Der jüngste Bericht der EUROFRAME Gruppe führender europäischer
Konjunkturforschungsinstitute enthält Prognosen für Bruttoinlandsprodukt und
Inflation im Euroraum bis zum Jahr 2013. Er umfasst auch Projektionen für
wichtige makrokonomische Variablen der großen EU-Länder. Darüber hinaus
warden die Auswirkungen der Bankenrekapitalisierung und der Unsicherheit an
den Finanzmärkten analysiert.
Medieninformation
Eine umfassende Liste der aktuellen Prognosen sowie
weiterer Arbeiten des Prognose-Zentrums ist stets unter
Konjunktur aktuell abrufbar.
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Mit dem IfW-Fokus nimmt das Institut für Weltwirtschaft
in Kiel in kurzen Essays Stellung zu aktuellen wirtschaftspolitischen
Themen. Die Essays zur Wirtschaftspolitik können sowohl aus dem Institut als
auch von Gastwissenschaftlern stammen.
Die neuesten Ausgaben:
- Migration: Entwicklungsmotor statt Entwicklungsbremse
(IfW-Fokus
111)
- Von "Bazookas" und anderen Wunderwaffen zur Eurorettung
(IfW-Fokus
110)
- Noch ein Vorschlag zur Eurorettung: Eine verbindliche
Versicherung von Staatsanleihen der Euroländer
(IfW-Fokus
109)
- Wolken am Konjunkturhimmel: Nachwehen der großen Finanzkrise
(IfW-Fokus
108)
- Umschuldung nur für den Sonderfall Griechenland
(IfW-Fokus
107)
Eine vollständige Liste aller bisher erschienenen Ausgaben finden Sie
hier.
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Im Zentrum der Ausbildungsaktivitäten des Instituts für Weltwirtschaft
stehen das Aufbaustudium
Advanced Studies in International Economic Policy
Research, das sich vornehmlich an junge
Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit abgeschlossenem
Hochschulstudium richtet. Zusätzlich engagiert
sich das IfW in der
Doktoranden-Ausbildung und bietet
Praktikantinnen und
Praktikanten die Möglichkeit, wirtschaftswissenschaftliche Forschung aus der
Nähe kennen zu lernen. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des
IfW halten darüber hinaus
Lehrveranstaltungen an Universitäten und
Fachhochschulen.
Advanced Studies Program 2012/13 mit exzellenten Professoren
Nachdem am 1. August 2011 das laufende Ausbildungsjahr des Advanced
Studies Program begonnen hat, können wir nun bereits vermelden, welche
Dozenten sich bereiterklärt haben, die Kurse des folgenden Ausbildungsjahres
2012/2013 abzuhalten. Für das nächste Programm konnten wieder zahlreiche
internationale Spitzenökonomen gewonnen werden. Eric van Wincoop (Virginia),
Lawrence Christiano (Northwestern), Lucio Sarno (London), Peter Neary
(Oxford), Gene Grossman (Princeton), Fabrizio Zilibotti (Zürich), Marcel
Fafchamps (Oxford), Sjak Smulders (Tilburg) und George Borjas (Harvard)
werden die Kurse des im August 2012 beginnenden Programms abhalten.
Homepage des ASP /
ASP-Flyer
Kiel Institute PhD Supplementary Courses
In den Kursen von Doktorandenprogrammen wird üblicherweise großer Wert
auf die Vermittlung technischer und methodischer Fähigkeiten gelegt. Was
weniger im Fokus steht, sind die Beschäftigung mit topaktuellen
Forschungspapieren und die Fertigkeit, im Zuge der Forschung angemessene
Antworten auf aktuelle wirtschaftspolitische Probleme zu finden. Diese Lücke
möchte das IfW schließen helfen, indem es die Kiel Institute PhD
Supplementary Courses anbietet. Den Doktoranden wird darin von besonders
prominenten Ökonomen im jeweiligen Forschungsgebiet die Gelegenheit geboten,
neueste Ergebnisse von der Front wirtschaftswissenschaftlicher Forschung
kennenzulernen und die Anwendung moderner Instrumente der Analyse
wirtschaftspolitischer Probleme zu erlernen.
Homepage des Kiel Institute PhD
Supplementary Courses
Sechste Kiel Institute Summer School on Economic Policy (KISSEP):
Financial Markets and the Macroeconomy
Die Kiel Institute Summer School 2012 Financial Markets and the
Macroeconomy findet vom 24.–30. Juni 2012 statt. Die Vorlesungen werden
gehalten von Jean-Claude Trichet (ehemaliger Präsident der EZB), Tommaso
Monaceli (Bocconi), Sheri Markose (Essex), Werner DeBondt (Chicago) und
Enrique Mendoza (Maryland).
Homepage der KISSEP
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►
IfW zeichnet exzellente junge Ökonomen aus
Die "Excellence Awards in Global Economic Affairs" des Instituts für
Weltwirtschaft gehen in diesem Jahr an vier herausragende Nachwuchsökonomen aus
den USA und China. Die Preisträger sind Jan de Loecker und Oleg Itskhoki (beide
Princeton University), Kalina Manova (Stanford University) und Huanhuan Zheng
(Chinese University of Hongkong). Das Ziel der IfW Excellence Awards ist es, eine
Gemeinschaft hervorragender junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf
dem Gebiet der weltwirtschaftlichen Forschung aufzubauen. Die ausgezeichneten
Forscherinnen und Forscher erhalten intellektuelle, finanzielle und
organisatorische Unterstützung durch das Institut für Weltwirtschaft, die dazu
beitragen soll, gezielte weltwirtschaftlich orientierte Forschungsvorhaben
durchzuführen. Der Preis schließt jeweils einen Forschungsaufenthalt am Kieler
Institut ein, der durch verschiedene Stipendien (Horst Siebert Fellowship,
Porsche Fellowship, Landeshauptstadt Kiel Fellowship und Birke Hospitality
Fellowship) finanziert wird. Die Preisverleihung wird im Rahmen der
Festveranstaltung für den Weltwirtschaftlichen Preis während der Kieler Woche
2012 stattfinden.
Medieninformation
►
PEGNet Konferenz 2012 in Dakar
Das Poverty Reduction, Equity, and Growth Netzwerk (PEGNet) wird seine
Jahreskonferenz am 6. und 7. September 2012 in der senegalesischen Hauptstadt
Dakar abhalten. Das Thema der Konferenz lautet "How to Make African Economic
Lions: Tapping Africa’s Growth and Poverty Reduction Potentials“.
Mitveranstalter bei der diesjährigen PEGNet Konferenz ist das Poverty and
Economic Policy Forschungsnetzwerk (PEP).
PEGNet Homepage
►
DYNAMICS, ECONOMIC GROWTH AND INTERNATIONAL TRADE (DEGIT) XVII
Konferenz in Mailand, Italien
Die 17. Jahreskonferenz des DEGIT-Netzwerks wird am 13. und 14. September 2012 in
Mailand stattfinden. Mitveranstalter sind das Department of Economics, Business,
and Quantitative Methods der Universität Mailand, das Department of
Environmental and Business Economics der Universität von Süd-Dänemark, das GIGA
German Institute of Global and Area Studies in Hamburg, das Department of
Political and Economic Studies der Universität Helsinki und das International
Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg. Für diese Konferenz
hat DEGIT einen Call for Papers veröffentlicht. Bis zum 1. Mai 2012 können
Vorschläge für Präsentationen eingereicht werden. Im Mittelpunkt sollen Beiträge
zur mathematischen Modellierung dynamischer Phänomene, zu Problemen
gleichgewichtigen Wachstums und über Modelle großer offener Volkswirtschaften
stehen. Von besonderem Interesse sind Beiträge zur Rolle der
Finanzmarktstabilität, langfristig konsistenten Entscheidungsprozessen, globalen
und regionalen Mustern von Handelsströmen, ausländischen Direktinvestitionen,
endogenem Bevölkerungswachstum und internationalen Regelwerken. Beiträge zu
speziellen Themen wie monetären Wachstumsmodellen oder zu Marktstrukturen und
Entwicklung sind ebenfalls willkommen. Berücksichtigt werden sowohl theoretische
als auch empirische Papiere.
DEGIT-Homepage
/
Call for Papers
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Übersicht
► 4th Annual Aarhus-Kiel
Workshop
Am 15. und 16. Dezember fand der gemeinsam mit der Aarhus University
veranstaltete "4th Annual Aarhus-Kiel-Workshop" statt, auf dem neue
Forschungspapiere zu Außenhandels- und Direktinvestitionsfragen diskutiert
wurden. Das Programm finden Sie
hier.
►
Achter ECB/CEPR/IFW-Labour-Market-Workshop Am 13. und 14. Dezember fand der achte
Arbeitsmarktworkshop des EES-Netzwerkes (Ensuring Economic and Employment
Stability) statt, der gemeinsam von der Europäischen Zentralbank, dem Centre for
Economic Policy Research und dem IfW organisiert wurde. Das Thema lautete “Wages
in a time of adjustment and restructuring”.
Informationen zur Konferenz
/ EES-Website
►
Podiumsdiskussion anlässlich der Verleihung des
E.ON-Preises
–
Wie viel Klimaschutz brauchen wir?
Leider sei der Mensch psychologisch so gestrickt, dass er seine
Aufmerksamkeit nur kurzfristig akuten Problemen zuwende. Eine Krise wie der
Klimawandel, die langsam voranschreite und langfristige Folgen habe, werde kaum
wahrgenommen, sagte Professor Dennis Snower auf der gut besuchten
Podiumsdiskussion zum Thema Wie viel Klimaschutz brauchen wir?, die vom Institut
für Weltwirtschaft und der Deutschen Zentralbibliothek für
Wirtschaftswissenschaften (ZBW) – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
veranstaltet wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde erstmalig der
E.ON-Preis für einen herausragenden wissenschaftlichen Artikel im Bereich
Energie und Umwelt verliehen, der in der elektronischen Zeitschrift
Economics:
The Open-Access, Open-Assessment E-Journal erschienen war. Den Preis erhielt
Professor Martin L. Weitzman von der Harvard University.
Mehr
► Lösungen für die
Schuldenkrise in der Eurozone
Dritter Policy Lunch des Instituts für Weltwirtschaft und der Hertie
School of Governance am 31. Oktober 2011 in Berlin Was kann aus den
vergangenen Schuldenkrisen gelernt werden? Welche Reformoptionen sind daraus für
die Eurozone abzuleiten? Mit diesen Fragestellungen setzten das Institut für
Weltwirtschaft (IfW) und die Hertie School of Governance am 31. Oktober in
Berlin ihre noch junge Diskussionsreihe Kiel Policy Lunch at the Hertie School
of Governance fort.
Medieninformation
GESAMTÜBERBLICK aller IfW-Veranstaltungen 2011
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Übersicht
Verleihung des Take-Maracke-Förderpreises für
Wirtschaftswissenschaften Die Preisverleihung des
Take-Maracke-Preises WS 2011/2012 findet am 13. Februar 2012 um 18.00 Uhr im
Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhoferstraße 13 statt.
Der Wirtschaftswissenschaftliche Club und Take-Maracke & Partner RA/StB/WP
vergeben ab WS 2006/2007 einen Förderpreis für wirtschaftswissenschaftliche
Arbeiten. Prämiert werden Leistungen (Hausarbeit und Präsentation) von
Studierenden der Fächer VWL oder BWL. Der Preis ist mit 1000,- Euro
dotiert. Verbindlich entscheidet die Jury des Wirtschaftswissenschaftlichen
Clubs. Nähere Informationen befinden sich auf der
Homepage des Clubs.
Das Institut für Weltwirtschaft in der Anfangszeit des
Nationalsozialismus Der Wirtschaftswissenschaftliche Club am
Institut für Weltwirtschaft hat am 29. November 2011 im Großen
Lesesaal der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW)
einen Vortragsabend zum Thema "Das Institut für Weltwirtschaft in der
Anfangszeit des Nationalsozialismus – Zur kurzen Präsidentschaft von Jens
Jessen im Jahre 1933" veranstaltet. Vorträge zu diesem Themenkomplex haben
Dr. Hauke Janssen, Leiter der Abteilung Dokumentation des SPIEGEL, und
Harald Czycholl, freier Journalist aus Hamburg, gehalten.
Mehr
► Eine Übersicht ausgewählter Medienbeiträge
finden Sie unter Das IfW in den Medien.
► Eine Auflistung der Namensbeiträge von Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern des IfW finden Sie darüber hinaus auf der Seite
Pressekommentare
des Zentrums Wirtschaftspolitik.
Leider ist es uns aus Copyright-Gründen
nicht möglich, Ihnen die Originalbeiträge direkt zur Verfügung zu stellen, aber
bei Interesse können Sie sich an einschlägige Angebote von Pressebeobachtungs-
und Medienauswertungsdiensten wenden.
► Weitere
Informationen/Downloads unter:
IfW-Highlights
IfW-Flyer und Informationsbroschüren
Broschüre über die Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried
Wilhelm Leibniz in Hamburg und Schleswig-Holstein
zur
Übersicht
Herausgeber Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW)
Hindenburgufer 66, 24105 Kiel Telefon +49 (431) 8814-1 Telefax +49 (431) 8814-500
Redaktionsteam
Paul Kramer, Ph.D. Dr. Claus-Friedrich Laaser
(Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV)
Kirsten Lade Silke Matthiesen-Goss Dr. Jürgen Stehn Jutta Stribny Dr. Birgit Wolfrath
Telefon +49 (431) 8814-463 E-Mail
Aufsichtsbehörde: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
des Landes Schleswig-Holstein Umsatzsteuer-DE 811268087; das IfW ist eine
rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Schleswig-Holstein; Präsident: Prof.
Dennis Snower, Ph.D.; Vizepräsident: Prof. Dr. Rolf J. Langhammer
© 2012 Institut für Weltwirtschaft
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